27 January 2026, 05:23

Brandschutztage 2025: Wie Lithium-Ionen-Batterien die Energiewende vor neue Herausforderungen stellen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Feuerwache in Battery, New York, mit einem Gebäude, Menschen, Pfählen, einem Zaun, Booten auf dem Wasser und einer bewölkten Himmel.

Brandschutztage 2025: Wie Lithium-Ionen-Batterien die Energiewende vor neue Herausforderungen stellen

Die 39. Braunschweiger Brandschutztage finden vom 30. September bis 1. Oktober 2025 statt. Als eine der bedeutendsten Fachtagungen zum Brandschutz im deutschsprachigen Raum ziehen sie seit 1987 jährlich rund 600 Ingenieure an. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen die wachsenden Herausforderungen durch Energiespeichersysteme – insbesondere Lithium-Ionen-Batterien – im Zuge der Energiewende.

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Energiespeichersysteme spielen eine zentrale Rolle für die Energiewende, bergen jedoch neue Brandrisiken. Lithium-Ionen-Batterien können sich etwa plötzlich entzünden, giftige Gase freisetzen und sind nur schwer zu löschen. Diese Gefahren erfordern angepasste Brandschutzkonzepte, die auf der Konferenz intensiv diskutiert werden.

Ein Höhepunkt des Programms ist der Vortrag von Karin Siebeck zur Initiative für kostengünstiges Bauen – Der Hamburger Standard. Zudem findet das internationale Symposium Hot Design statt, begleitet von Präsentationen von rund 35 Ausstellern, die aktuelle Brandschutzlösungen vorstellen. Die Themen reichen von Brandmeldeanlagen über automatisierte Lagerbrandbekämpfung und Schulbaurichtlinien bis hin zur Zertifizierung von Holzgebäuden. Ein zentrales Forschungsprojekt ist BEGIN-HVS, gefördert durch das Programm Forschung für die zivile Sicherheit. Unter der Leitung des Arbeitskreises Brandschutz in der Kunststoffverarbeitung e. V. (AKBW) untersucht es die Ausbreitung von Bränden in dicht gelagerten Lithium-Ionen-Batterien und testet Eindämmungsmethoden. Branddirektor Dipl.-Phys. Björn wird die Ergebnisse im Februar 2026 präsentieren. Wissenschaftlicher Leiter der Tagung ist Professor Jochen Zehfuß, der am Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der TU Braunschweig die Abteilung Brandschutz leitet.

Die Konferenz bringt Expertinnen und Experten zusammen, um Forschungsergebnisse und Lösungsansätze für Brandrisiken in modernen Energiesystemen zu diskutieren. Im Fokus stehen praktische Maßnahmen, regulatorische Anpassungen und innovative Eindämmungsstrategien. Ziel ist es, die Sicherheitsstandards für Hochvolt- und stationäre Batterieanlagen zu verbessern.