26 March 2026, 16:33

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel

Menschenmenge mit Fahnen und Plakaten vor dem Brandenburger Tor mit einer Fahne auf der rechten Seite.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel

Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Der Haushalt 2025 sieht den Abbau von 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich vor und verschärft die Krise damit weiter. Nach Jahren der Unterbesetzung und steigender Anforderungen an die Schulen kommt es nun zu Protesten.

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Das Land hatte das aktuelle Schuljahr bereits mit zu wenig Lehrpersonal begonnen. Durch die Haushaltskürzungen hat sich die Lage weiter zugespitzt, da keine neuen Stellen besetzt werden dürfen – auch keine Quereinsteiger. Die meisten bestehenden Lehrkräfte müssen nun eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten, um die Lücken zu schließen.

Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (parteilos) übernahm das Amt von der SPD, die das Ressort drei Jahrzehnte lang geführt hatte. Er hat Reformen angekündigt, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern, räumt aber ein, dass er für das kommende Schuljahr keine vollständige Personalausstattung garantieren könne. Angesichts der höchsten Schülerzahlen aller Zeiten und gleichzeitig sinkender Lehrkapazitäten kämpfen die Schulen darum, grundlegende Anforderungen zu erfüllen.

Die Lehrkräfte reagieren mit flächendeckenden Protesten. Die Kürzungen haben viele Klassen unterbesetzt zurückgelassen, und die Unfähigkeit der Landesregierung, die freien Stellen zu besetzen, verstärkt die Frustration. Hoffmanns Versprechen haben die Sorgen über unbesetzte Posten und die wachsende Arbeitsbelastung bisher nicht lindern können.

Der Haushalt 2025 streicht 345 Lehrstellen – und verschärft damit einen ohnehin kritischen Personalmangel. Die Schulen sehen sich mit noch nie dagewesenen Schülerzahlen konfrontiert, während die Ressourcen schrumpfen. Ohne schnelle Neueinstellungen wird die Belastung für Lehrkräfte und Klassenräume weiter zunehmen.

Quelle