14 April 2026, 00:37

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Lehrermangel und politischer Schuldzuweisung

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Brandenburgs geografischen Merkmalen auf schwarzem Hintergrund.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Lehrermangel und politischer Schuldzuweisung

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Belastungen, da ein Rekordmangel an Lehrkräften die bestehenden Probleme verschärft. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht vor allem Personalabbau für die Krise verantwortlich – doch politische Gegner widersprechen dieser Darstellung. Die Debatte hat die Kritik an jahrelangen Fehlentscheidungen von CDU und SPD neu entfacht.

Hoffmann hatte das Bildungsressort von der SPD übernommen, die es mehr als 30 Jahre lang geführt hatte. Er argumentiert, dass jüngste Stellenstreichungen es unmöglich gemacht hätten, im letzten Schuljahr Quereinsteiger einzustellen. Gleichzeitig wurden Lehrkräfte ab dem zweiten Schulhalbjahr verpflichtet, eine zusätzliche Stunde pro Woche zu unterrichten.

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Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) wendet sich nun gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner SPD in der Bildungspolitik. Die Landesvorsitzende Friederike Benda nannte Hoffmanns Begründung "lächerlich" und machte jahrzehntelange Fehlentscheidungen beider großer Parteien für die Misere verantwortlich. Besonders kritisierte sie die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach für den Personalabbau und die erhöhten Unterrichtsverpflichtungen.

Crumbach, ehemaliger Finanzminister und BSW-Mitglied, hatte die Partei noch vor Benda geführt. Der Haushalt 2025 strich weitere 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich – eine zusätzliche Belastung für die Schulen. Benda räumte ein, dass die frühere Unterstützung der BSW für SPD-Politik ein Fehler gewesen sei, und kündigte damit einen Kurswechsel ihrer Partei an.

Der Streit offenbart die langjährigen strukturellen Probleme in Brandenburgs Bildungssystem. Mit weniger Lehrkräften und steigender Arbeitsbelastung kämpfen die Schulen ums Überleben. Die politischen Folgen deuten auf weitere kontroverse Diskussionen über Finanzierung und Reformen in den kommenden Monaten hin.

Quelle