15 January 2026, 11:51

Bosch rettet Werk in Hildesheim – doch 680 Jobs fallen bis 2032 weg

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit der Beschriftung "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.

Bosch-Werk in Hildesheim bleibt offen - 680 Jobs gehen verloren - Bosch rettet Werk in Hildesheim – doch 680 Jobs fallen bis 2032 weg

Bosch hat eine Vereinbarung erzielt, um sein Werk in Hildesheim offen zu halten, allerdings bei gleichzeitigen Stellenabbau in den kommenden zehn Jahren. Die Einigung folgt auf monatelange Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall. Werksleiter Dietrich Haas erklärte, der Plan solle die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wiederherstellen.

Die Gespräche waren zunächst am 21. Juli 2025 gescheitert, woraufhin ein tariflicher Schlichtungsausschuss eingeschaltet werden musste. Eine zweite Verhandlungsrunde fand am 1. Oktober 2025 statt, wobei keine Details über die Inhalte bekannt gegeben wurden. Die nun erreichte Vereinbarung sichert zwar die Zukunft des Werks, sieht aber erhebliche Personalreduzierungen vor.

Bis Ende 2027 sollen rund 550 der derzeit 1.100 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bis 2032 folgen weitere 130 Stellenstreichungen, sodass mindestens 420 Beschäftigte verbleiben. Bis 2027 wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, und das verbleibende Personalvolumen bleibt mindestens bis 2032 erhalten.

Das Werk wird weiterhin Komponenten für Elektromotoren fertigen und bleibt damit ein wichtiger Standort im globalen Netzwerk von Bosch. Betriebsratsvorsitzender Stefan Störmer betonte, dass die Produktion gesichert und der Arbeitsplatzabbau auf ein Minimum begrenzt worden sei. Die IG Metall bezeichnete das Ergebnis als einen "tragfähigen Kompromiss", der die lokale Produktion und Beschäftigung in Hildesheim erhält.

Bosch plant zudem, am Standort neue Projekte anzusiedeln – vorausgesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich. Konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung nannte das Unternehmen jedoch nicht.

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Die Vereinbarung bewahrt die Rolle des Hildesheimer Werks in den Bosch-Aktivitäten, sieht aber bis 2032 einen Abbau von etwa 680 Arbeitsplätzen vor. Die Produktion von Elektromotoren-Komponenten bleibt vor Ort, und bis 2027 werden keine Entlassungen stattfinden. Der Deal sichert die langfristige Einbindung des Standorts in die Unternehmensstrategie.