05 February 2026, 07:16

Betrüger erbeuten 600.000 Euro mit falschen Krypto-Investments in Goslar

Ein Schwarz-Weiß-Plakat mit einer Betrugswarnung, das den Text "Carlsbad Spruud Salt" und ein Firmenlogo zeigt.

Betrüger erbeuten 600.000 Euro mit falschen Krypto-Investments in Goslar

Betrugswelle mit Kryptowährungen erschüttert Landkreis Goslar – 600.000 Euro Schaden

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Im Landkreis Goslar hat eine massive Zunahme von Investmentbetrug mit Kryptowährungen zu 18 gemeldeten Fällen und Gesamtverlusten von rund 600.000 Euro geführt. Die Polizei warnt, dass Betrüger mit gefälschten Prominenten-Empfehlungen und täuschend echten Werbeanzeigen Opfer dazu bringen, Geld auf ausländische Konten zu überweisen.

Typischerweise beginnt der Betrug damit, dass Opfer auf gefälschte Anzeigen in sozialen Medien stoßen oder E-Mails erhalten, die angeblich von bekannten Persönlichkeiten oder vertrauenswürdigen Unternehmenslogos stammen. Sobald sie in die Falle getappt sind, werden sie überredet, eine erste Einzahlung von 250 Euro auf ein deutsches Bankkonto zu leisten – ein Betrag, den die Polizei mittlerweile als klares Warnsignal einstuft.

Nach der ersten Zahlung fordern die Betrüger höhere Summen und weisen die Opfer an, Geld auf Konten in Malta oder Litauen zu überweisen. Die Beträge werden umgehend in Kryptowährungen umgewandelt, sodass die Geschädigten ihr Erspartes nicht mehr zurückholen können. Viele merken erst, dass sie hereingelegt wurden, wenn Auszahlungsanträge ignoriert werden und die Kriminellen verschwinden.

Die individuellen Verluste in Goslar sind dramatisch: Einige Opfer verloren 78.000 Euro, fast 100.000 Euro oder sogar 277.000 Euro. Die Behörden betonen, dass Betroffene niemals persönliche Daten an Fremde weitergeben, Geld auf unbekannte Auslandskonten überweisen oder in angebliche Anlagen mit unrealistischen Renditeversprechen investieren sollten.

Die Polizei ruft zudem Familien dazu auf, sich über diese Betrugsmaschen auszutauschen – besonders mit älteren Angehörigen, die häufig ins Visier der Täter geraten. Skepsis ist geboten, sobald ein Investmentangebot zu verlockend klingt, um wahr zu sein.

Die Betrüger missbrauchen das Vertrauen in gefälschte Empfehlungen und setzen Opfer unter Druck, unwiderrufliche Überweisungen zu tätigen. Angesichts der steigenden Verluste warnen die Behörden weiterhin davor, Geld an unbekannte Konten zu senden oder auf unaufgeforderte Anlageangebote einzugehen. Wer Betrug vermutet, sollte dies umgehend melden.