18 March 2026, 06:28

Baden-Baden feiert Nijinsky und Pawlowa mit großem Ballettfestival im Oktober

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung mit dem Titel "Saison Russe" mit einer gemalten Tänzerin in einer anmutigen Pose.

Baden-Baden feiert Nijinsky und Pawlowa mit großem Ballettfestival im Oktober

Ein großes Ballettfestival findet im Oktober in Baden-Baden statt – zu Ehren zweier Legenden des Tanzes: Wasslaw Nijinsky und Anna Pawlowa. Die Veranstaltung unter dem Titel "Die Welt des John Neumeier" läuft vom 2. bis 12. Oktober und umfasst Aufführungen, Ausstellungen sowie seltene historische Werke. Ein Höhepunkt ist Neumeiers Ballett "Nijinsky", das 2000 uraufgeführt wurde und während des Gastspielwochenendes vom Hamburg Ballett tanzt wird.

Das Festival feiert die enge Verbindung zwischen Nijinsky, Pawlowa und dem Kurort. Im August 1913 hielt sich Nijinsky im Brenners Parkhotel auf, um mit Sergei Djagilew an einem von Bach inspirierten Ballett zu arbeiten. Zwar trat er dort nicht auf, doch suchte er Erholung nach einer anstrengenden Saison. Pawlowa, seine wichtigste Tanzpartnerin, traf im selben Sommer ein und präsentierte am 26. August 1913 ihren ikonischen "Sterbenden Schwan". Vor der Vorstellung sorgte sie für Aufsehen, als sie mit der Absage drohte, weil sie sich mit ihrem Partner überwarf.

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Neumeier, der Nijinsky als den "größten Visionär der Ballettkunst" bezeichnet, setzt sich seit Langem mit dessen Choreografien auseinander. Das Festival zeigt sein eigenes Ballett "Nijinsky", in dem auch Pawlowas Rolle als "Sterbender Schwan" integriert ist. Zudem dirigiert Cristian Măcelaru 2026 eine Neuinszenierung von Nijinskys "Le Sacre du Printemps" (1913) – ein Beweis für die anhaltende Strahlkraft seines Werks. Sowohl die Tänzer als auch Djagilew strebten danach, moderne Innovation mit barocker Pracht zu verbinden und so ein "Gesamtkunstwerk" zu schaffen.

Ab dem 3. Oktober präsentiert das Stadtmuseum Baden-Baden Neumeiers private Sammlung an Ballett-Erinnerungsstücken. Besonders hervorgehoben werden Exponate, die mit Nijinsky und Pawlowa in Verbindung stehen und Einblicke in ihr künstlerisches Erbe geben.

Das Festival vereint seltene Aufführungen, historische Artefakte und Hommagen an zwei Ballett-Ikonen. Mit Neumeiers "Nijinsky" und der Wiederbelebung von "Le Sacre du Printemps" wird der bleibende Einfluss dieser Tänzer gewürdigt. Besucher können sich während des zehntägigen Events in Ausstellungen und Live-Vorstellungen auf eine Reise durch ihre Geschichten begeben.

Quelle