Außenems-Vertiefung: 150 Einsprüche blockieren das umstrittene Hafenprojekt
Ekkehard ScheelVertiefung der Emsmündung - Behörde prüft weiter Einwände - Außenems-Vertiefung: 150 Einsprüche blockieren das umstrittene Hafenprojekt
Pläne zur Vertiefung eines 13 Kilometer langen Abschnitts der Außenems stecken seit Jahren in Verzögerungen fest. Das Vorhaben, das die Zufahrt zum Emder Hafen verbessern soll, sieht sich nun weiteren Rückschlägen gegenüber, da die Behörden mehr als 150 Einsprüche prüfen. Ein Zeitplan für die nächsten Schritte im Genehmigungsverfahren steht noch nicht fest.
Geplant ist, den Schifffahrtskanal um einen Meter auszubaggern, um größeren Frachtschiffen eine flexiblere Einfahrt zu ermöglichen. Die Datenerhebung für die Umweltverträglichkeitsprüfung begann bereits 2019, die öffentliche Anhörung fand im April und Mai 2024 statt. Doch die hohe Zahl der Eingaben – rund 150 – hat den Prozess ausgebremst.
Die Behörden müssen nun etwa 6.000 Seiten Unterlagen sichten, die mehrfach überarbeitet wurden, um Bedenken Rechnung zu tragen. Die Vertiefung eines Gezeitenflusses wie der Außenems birgt erhebliche ökologische Risiken, etwa für den Wasserstand, den Salzgehalt und die Fließgeschwindigkeiten. Diese Faktoren haben zu zahlreichen Einsprüchen geführt und das Genehmigungsverfahren verkompliziert.
Ein Termin für die offizielle Erörterung der Stellungnahmen steht noch nicht fest. Unklar ist daher, wann – oder ob überhaupt – eine Genehmigung erteilt wird. Mit den Baggerarbeiten kann erst begonnen werden, wenn alle rechtlichen und ökologischen Prüfungen abgeschlossen sind.
Die Zukunft des Projekts bleibt ungewiss, während die Behörden die Einsprüche auswerten. Ohne einen klaren Fahrplan für die nächste Phase dürften sich die Verzögerungen weiter hinziehen. Eine Entscheidung wird davon abhängen, wie die in der Anhörung geäußerten Umwelt- und Fachfragen gelöst werden können.
