21 December 2025, 00:58

Aufgrund der Monatsänderung: Besitzer verliert fast 500 Euro

Eine Apotheke mit einem vor ihr geparkten Fahrzeug und einem Gebäude in der linken Ecke.

Aufgrund der Monatsänderung: Besitzer verliert fast 500 Euro

Wegen Monatswechsels: Apotheker verliert fast 500 Euro

Ein Apotheker fordert dringend Verbesserungen bei der Versorgung mit E-Rezepten. Durch den Monatswechsel musste er fast 500 Euro mehr zahlen.

Ein Apotheker in Deutschland hat durch eine Besonderheit im E-Rezept-System bei einem einzigen Rezept 500 Euro verloren. Der Fall trat auf, als ein Patient ein teures Medikament kurz nach einer Preisanpassung abholte. Solche Vorfälle zeigen die finanziellen Risiken, denen Apotheken bei elektronischen Rezepten zum Monatsende ausgesetzt sind.

Lutz Leupold, Inhaber der Fallstein-Apotheke in Osterwieck, erlebte das Problem am 30. Oktober 2025. Ein Patient löste ein E-Rezept für Teriflunomid ein, ein Immunsuppressivum mit Kosten von über 1.000 Euro. Da die Apotheke am Folgetag wegen eines Feiertags geschlossen blieb, holte der Patient das Medikament erst am 1. November ab.

In Deutschland passen sich die Arzneimittelpreise am 1. und 15. jedes Monats an, und die Erstattung richtet sich nach dem Abgabedatum. Da die Abholung im November erfolgte, zahlte die Krankenkasse nur 688,15 Euro – statt des höheren Oktobersatzes. Leupold musste die Differenz von 500 Euro selbst tragen, inklusive der Kosten für Bereitstellung, Beratung und Lieferung.

Normalerweise prüft das Apothekenteam vor Monatsende mögliche Preisanpassungen. Doch der Patient kam kurz vor Ladenschluss. Leupold erklärte, dass E-Rezepte nicht im Voraus bearbeitet werden können, sodass sich der Verlust nicht vermeiden ließ. Ähnliche Probleme entstehen bei Entlassrezepten, wenn Patienten die Abholung verzögern und das Rezept technisch ungültig wird.

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Das Problem hängt mit dem „Marke-Plus“-Aufschlag zusammen, der sicherstellen soll, dass Apotheken für Markenmedikamente im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung fair erstattet werden. Ohne diesen Aufschlag können feste Referenzpreise Apotheken in die Verlustzone drängen, wenn die Preise unerwartet sinken.

Leupold beschrieb sich als ohnmächtig gegenüber den starren Systemregeln. Der Vorfall zeigt, wie Zeitabläufe und elektronische Rezeptprozesse Apotheken finanziell belasten können. Ohne Änderungen könnten solche Verluste weiterhin auftreten, wenn Preisanpassungen mit Abgabedaten zusammenfallen.