11 May 2026, 02:29

Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Sekt für Jugendliche, Spirituosen nur noch im Fachhandel

Schilder am Straßenrand, das Trinken von Alkohol und Rauchen verbietet, mit Bäumen und Gras im Hintergrund.

Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Sekt für Jugendliche, Spirituosen nur noch im Fachhandel

Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf strengere Alkoholgesetze in Deutschland. Die Organisation argumentiert, dass Alkoholkonsum eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken des Landes darstelle. Ihre jüngsten Vorschläge zielen sowohl auf Jugendliche als auch auf den Verkauf hochprozentiger Alkoholika ab.

Die Vereinigung fordert die Abschaffung der sogenannten „begleiteten Alkoholfreigabe“ für Minderjährige. Bisher dürfen 14- und 15-Jährige Bier, Wein oder Sekt kaufen und trinken, wenn sie von einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten begleitet werden. Diese Ausnahme soll komplett gestrichen werden.

Die Delegierten beriefen sich auf internationale Studien, die strengere Kontrollen unterstützen. Forschungen zeigen, dass eine Anhebung der Altersgrenzen und Verkaufsbeschränkungen den Jugalkoholkonsum verringern und das Suchtrisiko senken. Zudem wiesen sie darauf hin, dass früher Alkoholkonsum die Wahrscheinlichkeit für langfristige Gesundheitsprobleme erhöht.

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Ein weiterer zentraler Vorschlag sieht vor, den Verkauf von Spirituosen auf lizenzierte Fachgeschäfte zu beschränken. Supermärkte, Tankstellen und Kioske dürften dann keine hochprozentigen Getränke mehr anbieten. Ziel ist es, den Zugang zu starkem Alkohol im Alltag zu erschweren.

Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würde dies eine deutliche Wende in der deutschen Alkoholpolitik bedeuten: Jugendliche hätten strengere Zugangsregeln, während Spirituosen weniger leicht verfügbar wären. Die Vereinigung betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um Schäden zu reduzieren und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Quelle