AfD Gifhorn leitet Parteiausschluss gegen Stefan Marzischewski-Drewes ein
H.-Dieter HuhnAfD Gifhorn leitet Parteiausschluss gegen Stefan Marzischewski-Drewes ein
Der Kreisverband Gifhorn der Alternative für Deutschland (AfD) hat ein Parteiausschlussverfahren gegen Stefan Marzischewski-Drewes eingeleitet. Die Spannungen zwischen ihm und der Partei hatten sich fast zwei Jahre lang aufgebaut. Der Streit ist nun vor dem Landesschiedsgericht gelandet, das eine endgültige Entscheidung treffen soll.
Der Konflikt begann lange vor der Einleitung des offiziellen Verfahrens. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Marzischewski-Drewes und dem örtlichen AfD-Verband verschärften sich mit der Zeit. Der angebliche Aufbau einer parallelen Struktur innerhalb der Partei markierte schließlich den endgültigen Bruch.
Robert Preuß, Sprecher der AfD Gifhorn, bestätigte, dass das Ausschlussverfahren eingeleitet worden sei. Er erklärte, Marzischewski-Drewes sei informiert und in früheren Anhörungen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden. Der Beschuldigte hingegen behauptet, er habe erst durch Medienberichte von dem Verfahren erfahren.
Der Kreisverband prüfte seine schriftliche Antwort, bevor der Fall an die höhere Instanz weitergeleitet wurde. Man erwarte nun die Zustimmung zum Parteiausschluss, räumte jedoch ein, dass es keinen klaren Zeitrahmen gebe. Rund 60 Prozent solcher Verfahren in Deutschland scheitern an den strengen rechtlichen Hürden, sodass der Ausgang ungewiss bleibt.
Der Fall liegt nun beim Landesschiedsgericht. Wird der Ausschluss bestätigt, wäre Marzischewski-Drewes offiziell aus der AfD ausgeschlossen. Die Entscheidung hängt davon ab, ob sein Verhalten die strengen Kriterien der Partei für einen Ausschluss erfüllt.






