AfD feiert deutliche Zugewinne bei Kommunalwahlen in Hessen – doch was steckt dahinter?
Ekkehard ScheelAfD sieht sich im Aufwind nach Kommunalwahlen - AfD feiert deutliche Zugewinne bei Kommunalwahlen in Hessen – doch was steckt dahinter?
Die Alternative für Deutschland (AfD) verzeichnet nach eigenen Angaben deutliche Zugewinne bei den jüngsten Kommunalwahlen in Hessen. Parteiführende erklären, die Unterstützung habe sich im Vergleich zu 2021 mehr als verdoppelt – damals hatte die AfD 6,9 Prozent der Stimmen erhalten. Sie argumentieren, dass Versuche, die Partei zu isolieren, zunehmend an Wirkung verlieren.
Bei den Kommunalwahlen 2021 hatte die AfD in Hessen 6,9 Prozent der Stimmen geholt. Die CDU führte mit 28,5 Prozent, gefolgt von der SPD mit 24,0 Prozent und den Grünen mit 18,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 50,4 Prozent.
Diesmal behaupten die AfD-Co-Vorsitzenden Robert Lambrou und Andreas Lichert, die Partei habe ihre Basis erweitert. Den Aufstieg führen sie auf stärkere lokale Verankerung und eine wachsende Präsenz in den Gemeinden zurück. Zwar stehen die genauen Sitzzahlen noch nicht fest, doch die Partei rechnet mit mehr Vertretern in Kreis- und Stadträten.
Die AfD betont, ihr Ziel sei es, Wähler besser zu vertreten, die sich von den etablierten Parteien ignoriert fühlten. Parteiführende deuten an, dass frühere Strategien, die Partei zu dämonisieren, zunehmend ins Leere laufen.
Die von der AfD selbst gemeldeten Zugewinne basieren jedoch nicht auf detaillierten Sitzvergleichen mit der Wahl 2026. Dennoch signalisiert das Selbstbewusstsein der Partei eine Verschiebung ihres lokalen Einflusses. Wie sich dies in Politik oder Vertretung niederschlägt, wird sich zeigen, sobald sich die neuen Räte konstituieren.