21.400 neue Wohnungen am Tempelhofer Feld: Berlins Plan gegen die Wohnungsnot
Mia Stoll21.400 neue Wohnungen am Tempelhofer Feld: Berlins Plan gegen die Wohnungsnot
Berlins Wohnungsnot könnte durch den Bau Tausender neuer Wohnungen gelindert werden. Ein Vorschlag aus der Zivilgesellschaft sieht vor, am Tempelhofer Feld 21.400 Wohnungen zu errichten, während 200 Hektar Freifläche erhalten bleiben. Der regierende Bürgermeister hat bereits signalisiert, dass er Bebauungen am Rand des Geländes unterstützt, um den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu verringern.
Der Vorstoß für mehr Wohnraum kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Berlins sieben landeseigene Wohnungsbaugesellschaften ihre Bestände ausbauen wollen. Bis 2030 planen sie, die Zahl der verwalteten Wohnungen von 408.000 auf 440.000 zu erhöhen – ein Plus von 14 Prozent, das etwa 56.000 neue Wohnungen und Platz für rund 120.000 Bewohner schafft.
Der Großteil des Wachstums soll durch Neubauten und weniger durch Sanierungen erreicht werden. Bis 2035 könnte die Gesamtzahl der Wohnungen weiter auf knapp 465.000 steigen.
Das Projekt am Tempelhofer Feld bleibt ein zentraler Baustein der Strategie. Zwar steht das 200 Hektar große Grünland derzeit unter Schutz, doch der zivilgesellschaftliche Plan argumentiert, dass sich am Rand des Geländes dennoch 21.400 Wohnungen unterbringen ließen. Bei einer Genehmigung könnte die Bebauung bis zu 50.000 Menschen ein Zuhause bieten – ohne die Freiflächen zu verkleinern.
Bürgermeister Kai Wegner hat bereits seine Unterstützung für eine Bebauung am Rand des Tempelhofer Felds bekundet. Der Vorschlag passt zu seiner Haltung und bietet eine Möglichkeit, Wohnungsbau und Erhalt von Grünflächen in Einklang zu bringen.
Sollten die Pläne wie vorgesehen umgesetzt werden, würde Berlins öffentlicher Wohnungsbestand in den kommenden Jahren kontinuierlich wachsen. Geht das Vorhaben am Tempelhofer Feld voran, könnte es Tausenden Menschen Wohnraum bieten und gleichzeitig die grünen Freiflächen bewahren. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften steuern derzeit ein Ziel von 465.000 Wohnungen bis 2035 an.






