17,5 Millionen Euro für grenzüberschreitende Innovationen in Niedersachsen
Lidia Hartung17,5 Millionen Euro für grenzüberschreitende Innovationen in Niedersachsen
Interreg A: Neue Projekte für Innovation und Sicherheit in der Grenzregion
Im Interreg-A-Programm Deutschland-Niederlande der Europäischen Union (EU) wurden elf weitere zukunftsweisende Projekte mit Beteiligung Niedersachsens bewilligt. Rund 17,5 Millionen Euro an EU-Fördermitteln fließen in die Grenzregion, ergänzt durch etwa 2,65 Millionen Euro aus Landesmitteln. Damit setzt die Initiative ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit – in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Sicherheit.
Elf neue grenzüberschreitende Projekte mit niedersächsischer Beteiligung sind im Rahmen des EU-Programms Interreg A Deutschland-Niederlande genehmigt worden. Die Vorhaben reichen von Hochtechnologieforschung über Gesundheitswesen, Mobilität bis hin zu kulturellem Austausch. Insgesamt bringen sie rund 17,5 Millionen Euro an EU-Fördergeldern in die Grenzregion.
Das Programm selbst verfügt über ein Gesamtbudget von etwa 225 Millionen Euro für den Zeitraum 2021–2027, unterstützt durch zusätzliche Landesmittel. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Sicherheit zu stärken.
Zu den bewilligten Projekten gehört HyperBRIDGE, das sich mit der Entwicklung und Erprobung der Hyperloop-Technologie in Emden und Veendam befasst. Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von 4,828 Millionen Euro, wovon 2,257 Millionen Euro aus EU-Mitteln stammen. Ein weiteres zentrales Projekt, COMET, arbeitet an technischen Lösungen für das Einstein-Teleskop und wird mit 1,932 Millionen Euro aus EU-Mitteln bei einem Gesamtbudget von 4,678 Millionen Euro gefördert.
Ein drittes Beispiel ist ESG, bei dem ein grenzüberschreitendes Speicher- und Ladesystem für kritische Infrastrukturen entsteht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,930 Millionen Euro, davon 1,256 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln. Neben diesen hochtechnologischen Ansätzen widmen sich weitere Projekte der Bodengesundheit, der maritimen Ausbildung, der Inspektion von Offshore-Windparks, der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, der Gemeinwesenarbeit, dem kulturellen Austausch, der Radverkehrsinfrastruktur und der nachhaltigen Mobilität.
Das Interreg-A-Programm umfasst die gesamte Weser-Ems-Region in Niedersachsen und bindet fünfzehn Partner ein, darunter EU-Institutionen, deutsche und niederländische Ministerien, Provinzen und regionale Behörden. Zu den wichtigsten Fördergebern zählen das niederländische Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik, das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie die Provinzen Gelderland, Overijssel und Limburg. Zusätzlich fließen rund 2,65 Millionen Euro aus niedersächsischen Landesmitteln in die neuen Projekte.
Die Förderung soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden weiter festigen. Projekte wie HyperBRIDGE, COMET und ESG zielen auf praktische Lösungen in den Bereichen Energie, Technologie und Infrastruktur ab. Mit Unterstützung der EU und der Länder sollen die Initiativen bis 2027 laufen und so eine langfristige Kooperation in der Region fördern.
